Delegierter fÜr Opfer von fÜrsorgerischen Zwangsmassnahmen

Luzius Mader - Delegierter für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
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Luzius Mader
Delegierter für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen
Postfach 8817
3001 Bern

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Tel. 058 462 42 84 (Leitung Montag- und Dienstagvormittag besetzt)

 

Aktuelles

Medienmitteilung vom 8. September 2016:
Sondermarke für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen

Die Lupe – das Briefmarkenmagazin – Sonderbriefmarke mit Zuschlag - FSZM

Medienmitteilung vom 5. Juli 2016:
Anliegen der Wiedergutmachungsinitiative werden auch im Ständerat breit unterstützt

Medienmitteilung vom 5. Juli 2016:
8,7 Millionen Soforthilfe für Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen

Protokoll des 12. Runden Tisches vom 2. Mai 2016

Aufarbeitung frÜherer fÜrsorgerischer Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen

Ein düsteres Kapitel der schweizerischen Sozialgeschichte

Die Schweiz arbeitet gegenwärtig ein schwieriges Kapitel ihrer Sozialgeschichte auf. Es geht um das Schicksal von Kindern und Jugendlichen, die vor 1981 von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen (FSZM) oder Fremdplatzierungen betroffen waren. Zu den Betroffenen zählen etwa Verdingkinder, Heimkinder, administrativ Versorgte (Personen, die im Rahmen administrativer Massnahmen in geschlossene Anstalten, zum Teil sogar in Strafanstalten eingewiesen worden sind), Personen, deren Reproduktionsrechte verletzt worden sind (unter Zwang oder ohne Zustimmung erfolgte Abtreibungen, Sterilisierungen, Kastrationen), Zwangsadoptierte, Fahrende.

Im Anschluss an den Gedenkanlass im April 2013 wurde ein Runder Tisch (RT) ins Leben gerufen, dem Vertreter von Opfern sowie von verschiedenen Behörden und Institutionen angehören. Dieser hat inzwischen zahlreiche Massnahmen initiiert, über die auf diesen Seiten weitere Informationen zu finden sind. Parallel dazu hat das Parlament im Jahr 2014 mit der Verabschiedung eines entsprechenden Bundesgesetzes die administrativ versorgten Menschen rehabilitiert.

Nachdem die Wiedergutmachungsinitiative im Dezember 2014 zustandegekommen ist, hat der Bundesrat einen indirekten Gegenentwurf ausarbeiten lassen. Anfang Dezember 2015 hat der Bundesrat von den Vernehmlassungsergebnissen Kenntnis genommen und gleichzeitig die Botschaft zur Wiedergutmachungsinitiative und zum Gegenentwurf zuhanden des Parlaments verabschiedet. Das Plenum des Nationalrats hat das Geschäft in der Sondersession vom 26. und 27. April 2016 behandelt und dem indirekten Gegenentwurf mit 143 zu 26 Stimmen bei 13 Enthaltungen sehr deutlich zugestimmt. Am 15. September 2016 hat der Ständerat die Vorlage behandelt und dem indirekten Gegenvorschlag mit 36 zu 1 Stimmen bei 0 Enthaltungen deutlich zugestimmt.

September 2016